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11.02.2012 - 01:25:51

Unsere Papierproduktion

Die Papierherstellung der Hahnemühle erfolgt an zwei Papiermaschinen mit unterschiedlichen Funktionsweisen. Auf beiden Produktionsanlagen entstehen Papiere von höchster Anmut, die einer ständigen Qualitätskontrolle unterliegen.


 


  • Handschöpfen
    Der traditionelle Handschöpfrahmen wurde einst zum Schöpfen einzelner Blätter mit echtem Büttenrand eingesetzt.

  • Heute wird zur Fertigung von Büttenpapieren ein maschinelles Verfahren angewandt, das so genannte Rundsiebverfahren. Diese Herstellung ist nicht mehr so aufwendig wie früher, die Rundsiebmaschine arbeitet jedoch nach dem gleichen Prinzip und garantiert somit das Ergebnis sehr hochwertiger Endprodukte/Büttenpapiere.

  • Rundsiebmaschine
    Bei der Rundsiebvorbereitung werden entsprechend der Bogengröße das Wasserzeichen sowie die Reißlinie, die der Formatbegrenzung dient, immer wieder neu aufgebracht. Das Drahtgeflecht ist erhaben und reduziert die sich dort ablagernde Fasermenge, so dass das Wasserzeichen im Gegenlicht sichtbar wird.

  • Für die Faserstoffaufbereitung findet bei uns immer noch der über 300 Jahre alte „Holländer“ seinen Einsatz. Das Gemisch aus Zellstoffen, Füllstoffen, Hilfsstoffen wird in Wasser eingetragen, gemischt und durch eine umlaufende Messerwalze gemahlen.

  • Das Faserstoff-Gemisch im aufgeschlossenen Zustand.

  • Bei der Papierabnahme vom Rundsiebzylinder ist die Reißlinie der Bogenformatbegrenzung für das nachfolgende Trennen der endlosen Papierbahn in Bogen sehr gut sichtbar.

  • Die getrennten und fertigen Bogen werden am Ende in der Bogenablage gesammelt, wo sie während der gesamten Produktion auf Mängel wie z. B. Knicke, Falten und Schmutzpunkte gesichtet werden.

  • Zusätzlich erfolgt eine Bogenkontrolle im Gegenlicht. Hier werden die Struktur, die Faserverteilung sowie die Durchsichtigkeit (Opazität) streng bewertet.

  • Auf der Rundsiebpapiermaschine entstehen kostbare Büttenpapiere mit einem Wasserzeichen und vier echten Büttenrändern.

  • Langsiebmaschine
    Im Pulper beginnt die Papierproduktion auf der Langsiebmaschine.
    Die Beschickung des Pulpers mit allen Rohstoffen für die Faserstoffaufbereitung erfolgt über ein Transportband.

  • Da mit dem Langsiebverfahren wesentlich höhere Papiermengen produziert werden, ist der Pulper auch wesentlich größer als der Holländer beim Rundsiebverfahren.

  • Als Zwischenergebnis entsteht hier auch wieder das aufgeschlossene Faserstoffgemisch.

  • In der Schaltzentrale wird die Weiterleitung des Papierbreis zum
    so genannten Stoffauflauf der Langsiebmaschine überwacht.

  • Der Start der Papierproduktion erfolgt mit dem Stoffauflauf in der Siebpartie.

  • Am Ende der Siebpartie befindet sich die Manchonwalze, die dem Auspressen des Wassers dient – dem so genannten Vorgautschen. Die Walze ist mit einem Filzschlauch bespannt, der mit Druck auf die nasse fortlaufende Papierbahn gepresst wird.

  • Die fertige Papierbahn wird am Ende der Langsiebmaschine auf große Rollen gewickelt und dann zu diversen Formaten, z.B. in der Blockabteilung, weiter verarbeitet.

  • Während des gesamten Produktionsprozesses werden den einzelnen Margen immer wieder Papierproben entnommen, die in unserer Abteilung Qualitätssicherung nach strengen Kriterien geprüft werden.

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