Papierproduktion

Sauberes Wasser, natürliche Fasern, erstklassiges Know-how in der Papiermacherkunst und das absolute Bekenntnis zu Qualität bilden seit mehr als 400 Jahren das Fundament unseres Erfolges.

Nachhaltigkeit spielt auch an unserem Produktionsstandort eine wichtige Rolle. Die Hahnemühle befindet sich am Rande eines Naturschutzgebietes. Dementsprechend nimmt eine umweltverträgliche Papierproduktion einen hohen Stellenwert ein. Ein schonender und verantwortungsbewusster Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser, Faserstoffen und Energie ist für uns selbstverständlich.

Wasser

Das Wasser für die Produktion unserer wertigen FineArt Papiere kommt direkt aus der Quelle und zeichnet sich durch eine besonders hohe Reinheit aus, sodass auf eine chemische Aufbereitung komplett verzichtet werden kann. Auch am Ende des Produktionskreislaufs ist das Abwasser nicht mit Schadstoffen belastet und wird in hoher Wasserqualität in den Fluss geleitet. Als Anlieger eines Naturschutzgebietes nach der Europäischen Flora-Fauna Habitat Richtlinie (FFH Gebiet) erfüllen wir höchste Anforderungen an die Umweltverträglichkeit unserer Produktion. Dies bestätigt auch eine Studie der Papiertechnischen Stiftung München und bescheinigt uns den verantwortungsbewussten und vor allem sparsamen Umgang mit Wasser.

 

Faserstoffe

Unser Produktportfolio umfasst mehr als 500 verschiedene Künstlerpapiere, Filterpapiere und technische Papiere für Industrie und Forschung. Um die hohe Reinheit des Papiers zu garantieren, werden nur Primärfasern genutzt. Wir verwenden ligninfreie Zellstoffe von verschiedenen Laub- und Nadelbaumarten, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Ein Großteil unserer weltweit vertretenen Lieferanten sind zertifiziert – beispielsweise nach den Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) bzw. des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC). Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass unsere Fasern nicht mit ungebundenem Chlor behandelt wurden. Zum anderen spielen Linterssorten eine wesentliche Rolle für unsere 100 % Baumwoll-Papiere. Linters sind feine Fasern, die die Samenkapseln der Baumwollpflanze umschließen und als Nebenprodukt der Textil- und Ölindustrie anfallen. Weiterhin haben wir schnell nachwachsende und ressourcenschonende Zellstoffalternativen im Blick, forschen und entwickeln neue Papiere daraus, z.B. aus Bambus. Wir vergewissern uns, dass die Anbauflächen dieser Rohstoffe nicht zu Lasten tropischer Wälder geschaffen wurden.

Energie

Papierherstellung ist energieintensiv und unsere Energieträger sind Strom und Erdgas. Seit vielen Jahren decken wir unseren kompletten Strombedarf ausschließlich aus regenerativen Energiequellen wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie. Damit vermeiden wir CO2-Emissionen von über 3.000 Tonnen jährlich. Ein Wert, der uns stolz macht und den wir kontinuierlich weiter senken wollen. Wärme für die Walzen der Papiermaschinen, die die Papiere im Produktionsprozess trocknen, erzeugen wir mit Erdgas. Wir gewinnen Abwärme zurück und unterschreiten mit unserer Feuerungsanlage die gesetzlichen Grenzwerte um über 40%.

Recycling

Zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gehört das Recycling. Produktionsabfälle und Verschnitt werden dem Produktionskreislauf wieder zugeführt und, wo dies nicht möglich ist, an andere Verarbeiter abgegeben. Sekundärrohstoffe – also Rohstoffe, die ihrerseits durch Recycling gewonnen werden – geben wir dann den Vorzug, wenn dies ohne Qualitätseinbußen bei unseren Produkten umsetzbar ist. Ein gutes Beispiel sind die Blockrückseiten oder Rollenhülsen sowie Verpackungskartons.